Donnerstag, 8. November 2007

Innebandy

Innebandy ist sozusagen die skandinavische Variante von Hockey. Die Regeln des Innebandy (im deutschen auch als Unihockey bekannt) sind strenger als die des Eishockey, wobei Eishockey deutlich körperbetonter gespielt wird. Im Unihockey ist nur das Drücken mit der Schulter erlaubt. Dadurch tritt eher die technische Raffinesse als die Physis in den Vordergrund. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass das ein harmloser Sport ist, ganz im Gegenteil ! Alle ein bis zwei Minuten liegt jemand am Boden oder kracht in die Bande (die sind glücklicherweise sehr flexibel, was mir auch bei unserem eigenen Spielsehr zu Gute kam *g*). Innebandy hat eine sehr hohe Spieldynamik und ist auf Grund der ständig wechselnden Spielsituationen eine der schnellsten Hallensportarten.
Dienstag abend haben wir uns mit dem ISS in Solna ein Innebandyspiel der Oberliga angeschaut.
Die ersten Minuten waren noch ein sehr langsames Hin- und Hergeschiebe , so dass wir schon fast anfingen unsere Entscheidung zu bereuen, aber dann ging es plötzlich richtig zur Sache. Das Spiel ist zum Teil so schnell, dass man die Hälfte der Aktionen gar nicht richtig mitbekommt und sich wundert, warum denn schon wieder einer am Boden liegt oder wie der Ball plötzlich ans andere Ende vom Spielfeld kommt. Glücklicherweise saß Therese, die Koordinatorin des ISS, bei uns in der Nähe und konnte uns während des Spiels die Regeln erklären, so dass wir dann auch irgendwann einigermaßen verstanden, warum der Schiri das Spiel schon wieder stoppt und warum alle zwei Minuten neue Leute aufs Feld gerannt kommen. Prinzipiell besteht eine Innebandymannschaft nämlich aus bis zu 14 Spielern, von denen allerdings immer nur fünf Spieler plus Torwart gleichzeitig auf dem Feld sind. Es darf jedoch ausgewechselt werden so oft man will. (Und das ist auch bitter nötig wie wir bei unserem Spiel später am Abend gemerkt haben. Ist sehr viel anstrengender als es aussieht *g* ) Ausnahmen sind natürlich die Spieler die ihre Strafminuten absitzen müssen. Zeitweilig saßen drei Mitspieler des Gastteams auf der Bank, allerdings müssen laut Regeln immer mindestens drei Feldspieler im Spiel sein. Trotz der großen Überzahl hat das Heimteam es aber auch dann nicht geschafft zu punkten und hat grandios mit 4:8 verloren. Es hat sich aber auf alle Fälle gelohnt das Spiel anzuschauen, die Stimmung war richtig gut, es lief tolle Musik und das Spiel war temporeich. Unser eigenes Spiel sah dann nicht ganz so virtuos aus, hat aber trotzdem genauso viel Spaß gemacht ;) Ich denke bei der Sportart könnte ich fürs erste bleiben :)
Zum Abschluss noch ein paar Bilder vom Spiel in Solna:



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