Donnerstag, 13. Dezember 2007

Café Opera und diverse Merkwürdigkeiten

Gestern abend waren wir im Nattbklubb Café Opera, einem der bekanntesten Clubs von Stockholm in dem wohl auch regelmäßig Berühmtheiten und solche die sich dafür halten viel Geld lassen. Wenn man allerdings weiß wie man es anstellt kann man Mittwochs umsonst in den Club. Geschickt anstellen heißt in diesem Fall einen Tag vorher eine Email mit Vor- und Nachnamen hinzuschreiben damit man auf die Gästeliste gesetzt wird. Das ist hier gängige Praxis in vielen Clubs und spart einem eine Menge Geld, gestern abend z.B. 140 SEK, also ungefähr 16 Euro.
Auch wenn die Musik dort zu elektronisch für meinen Geschmack war ist das Ambiente doch sehr stilvoll. Eine gelungene Integration moderner Architektur in die das Opernhaus mit seinen stuckverzierten Decken. Allerdings muss man sich erst einmal daran gewöhnen, dass man sich am untersten Ende der Altersskala bewegt. Ganz extrem war es gestern abend dadurch, dass LG dort vorher eine Betriebsweihnachtsfeier hatte. Bis 22 Uhr ist der Club nämlich ein ganz normales Restaurant, der Wechsel zum Nachtclub erfolgt fliegend innerhalb weniger Minuten. Dementsprechend wurden dort auch mehr Champagnerflaschen konsumiert als sich unsereins Bier leisten kann. A propos Bier - das eine das ich mir gegönnt habe hat stolze 69 SEK gekostet, was fast acht Euro entspricht !
Die im Titel angesprochenen Merkwürdigkeiten fanden jedoch eher um den eigentlichen Abend herum statt und begannen, als wir uns vorm ICA trafen um gemeinsam in die Stadt zu gehen. Dort standen dann nämlich diese merkwürdigen Gestalten herum und haben Photos gemacht:
Unsere Theorie ist, dass es sich bei diesen Uniformen um eine Art Absolvententradition handelt, aber das werde ich nochmal recherchieren.

Nachdem wir dann nachts das Café Opera verlassen hatten machten wir uns auf die Suche nach einem Taxi da so spät nachts keine Bahnen mehr fahren. Nachdem wir einige Angebote uns für horrende Preise nach Lappis zu fahren ausgeschlagen hatten - mittlerweile weiß man ja so ungefähr, was eine Taxifahrt so kosten darf - fanden wir dann doch einen Taxifahrer der bereit war uns für 200 SEK zu fahren. Es begab sich dann im Laufe der Fahrt folgendes Gespräch:
- Ni är från ....?
- Från Tyskland.
- Alla ?
- Ja.
- Heil Hitler ! (inklusive Gruß)
Dann fing er an zu erzählen Hitler sei zwar krank, aber brilliant gewesen, die Welt brauche umbedingt einen neuen Hitler. Er selbst sei ja Kurde, es sei wichtig, dass jemand Bush Paroli biete....
Wir waren jedenfalls heilfroh, als wir endlich aus dem Taxi rauswaren und er, sich mit dem Hitlergruß verabschiedend - wieder zurück in die Stadt fuhr.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

*seuftz* Irgendwie werden wir es nicht los mit dem "Hitler-Männchen", wie lange müssen wir das denn noch ertragen?